Weihnachtsbaumübergabe des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen an die Niedersächsische Staatskanzlei
Auch in diesem Jahr setzt der Waldbesitzerverband Niedersachsen, unter Mithilfe von Hof Oelkers und dem Sägewerk Holtmeyer eine festliche Tradition fort: Die feierliche Übergabe des Weihnachtsbaumes an die Niedersächsische Staatskanzlei. Mit der Nordmanntanne wird die Landesregierung symbolisch auf die Bedeutung der niedersächsischen Forstwirtschaft aufmerksam gemacht.
Der Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, Philip Freiherr von Oldershausen, überreichte den rund 4,50 m hohen, von Beschäftigten der Staatskanzlei, geschmückten, Nadelbaum an Ministerpräsident Olaf Lies.
„Mit der Übergabe des Weihnachtsbaumes möchten wir nicht nur die Adventszeit einläuten, sondern auch symbolisch die wertvolle Arbeit der Waldbesitzenden verdeutlichen“, erklärte Präsident von Oldershausen. „Der Wald ist Klimaschützer, Wirtschaftsfaktor, Erholungsraum und Lebensraum zugleich. Seine Pflege verlangt Engagement, Fachwissen und langfristiges Denken. Für unsere Wälder ist das Thema Resilienz besonders wichtig. Eigentlich bräuchten wir in Zukunft mindestens zwei oder drei Bäume, die geschmückt werden, es könnte ja einer ausfallen. Wir haben uns aber auf einen Baum verständigt – never change a running system“. Die Anliegen und Bedürfnisse der niedersächsischen Waldbesitzenden drückte Philip von Oldershausen in einem Gedicht aus.
Die Staatskanzlei zeigte sich dankbar für die alljährliche Geste. Ministerpräsident Olaf Lies bedankte sich herzlich für den Baum sowie für die klaren und freundlichen Worte, mit denen die Anliegen und Forderungen des Waldbesitzerverbandes adressiert wurden. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch ich freuen uns sehr über die prachtvolle Nordmanntanne, die jetzt für vorweihnachtliche Stimmung in der Staatskanzlei sorgt. Über den schönen Baum kommt man dann auch wunderbar ins Gespräch zum Thema Wald“, griff Ministerpräsident Lies die einführenden Worte des Präsidenten Philip von Oldershausen auf: „Es gelingt dem Waldbesitzerverband Niedersachsen sehr gut für die Sichtbarkeit der Anliegen des Verbandes zu sorgen und wir pflegen seit langem einen vertrauensvollen und respektvollen Umgang“, so der Ministerpräsident. Lies betonte die besondere Bedeutung der niedersächsischen Wälder, wies aber auch auf Konkurrenzen hin: „Wir haben in Niedersachsen nur begrenzte Flächen zur Verfügung, während große Vorhaben immer wieder Flächen in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass Vorhabenträger bei nicht vermeidbaren Eingriffen in Natur und Landschaft zum Ausgleich durch geeignete Naturschutzmaßnahmen verpflichtet sind. Da bieten sich an vielen Stellen auch im Privatwald sogenannte Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK) an, ein zulässiger Lösungsweg, für dessen Anwendung ich gern werbe. ‚PIK-Maßnahmen‘ können geeignete Naturschutzmaßnahmen sein, mit denen eine land- oder forstwirtschaftlich genutzte Fläche ökologisch aufgewertet wird, ohne dass die Fläche der Nutzung entzogen wird.“
Im Anschluss an die Baumübergabe stellte Martina Stietenroth, Vorsitzende der Realgemeinde Groß Lengden, einige Besonderheiten der Forstgenossenschaft vor und überreichte dem Ministerpräsidenten einen Präsentkorb mit regionalen Spezialitäten.
Der Waldbesitzerverband Niedersachsen betont, dass nachhaltige Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je ist. Trockenheit, Schädlinge und Extremwetterereignisse stellen die Gesellschaft vor immer größere Herausforderungen. Damit die Waldbesitzenden ihre Wälder zukunftsfähig gestalten und bewirtschaften können braucht es verlässliche Planbarkeit, auch von der Politik. Seit Generationen ertüchtigen Waldbesitzende ihre Wälder, um den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Das Bereitstellen und Erhalten von Ökosystemleistungen ist das Ergebnis ständiger Bemühungen von Waldbesitzenden zum Erhalt und zur Pflege ihrer Wälder. Diese Vorleistung braucht eine angemessene Anerkennung und eine ausreichende Vergütung durch Politik und Gesellschaft.
Olaf Lies lobte den guten Austausch zwischen dem Waldbesitzerverband und der Staatskanzlei. „Ich freue mich auch in Zukunft auf einen vertrauensvollen und fundierten Austausch mit dem Waldbesitzerverband Niedersachsen“, so der Ministerpräsident. Der Weihnachtsbaum wird nun im Foyer der Staatskanzlei ausgestellt und Besucherinnen und Besucher während der gesamten Adventszeit an die niedersächsischen Wälder erinnern.
(Quelle: Waldbesitzerverband Niedersachsen)